ADHS – So kann die Konstitutionsmedizin Ihrem Kind helfen

ADHS - Behandlung in der Heilpraktikerpraxis Sabine Korthals, HofheimADHS ist die Abkürzung für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. Gekennzeichnet ist diese Störung durch Hyperaktivität (motorische Unruhe, übersteigertes Bewegungsbedürfnis), Aufmerksamkeitsstörungen (leichte Ablenkbarkeit, geringe Konzentrationsfähigkeit) und Impulsivität (Neigung zu impulsiven Verhalten, Stimmungsschwankungen). Meist treten diese Symptome bei Kindern auf, sie bleiben aber oft auch bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Wichtig ist es, Entwicklungs- und Wahrnehmungsstörungen sowie Stoffwechselstörungen auszuschließen. Auch eine Hochbegabung kann Ursache einer Unaufmerksamkeit sein und sollte daher ausgeschlossen werden.

In der Anamnese fällt auf, das vor allem hochgradig sensible Kinder unter ADHS leiden. Durch die erhöhte Sensibilität nehmen sie zu viele Reize in ihrer Umgebung wahr und können dann nicht mehr zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen unterscheiden. ADHS-Betroffenen lassen sich deshalb leicht ablenken und es fällt ihnen schwer, sich auf eine Sache zu konzentrieren.

Im Auge äußert sich eine hypersensible Konstitution zum Beispiel durch eine übergroße Pupille oder durch eine sogenannte Weit- und Springpupille (Pupille, die trotz Lichteinfall ständig ihre Größe wechselt). Sie ist Ausdruck einer Dysregulation unseres vegetativen Nervensystems.

Alternative Behandlungsansätze:

  • Die Konstitutionsmedizin hat eine ausgleichende Wirkung auf das vegetative Nervensystem und kann so bei der Verarbeitung und der Beantwortung der eingehenden Reize helfen.
  • Die Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren kann sich sehr günstig auf den Gehirnstoffwechsel auswirken und zu einer Konzentrationssteigerung beitragen.
  • Ein geordneter Tagesablauf mit regelmäßigen Mahlzeiten, einem festen Schlaf-Wach-Rhythmus und festen Zeiten, in denen die Eltern dem Kind ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenken, gibt Halt und Geborgenheit.
  • Eine Reizüberflutung durch Fernsehen, Radio oder Computer ist unbedingt zu vermeiden, da sie das Problem noch zusätzlich verstärkt. Vorteilhaft wirken sich dagegen kreative Beschäftigungen wie Malen, Musik oder Tanzen aus. Des Weiteren sollte das Kind seine Aktivität und den ausgeprägten Bewegungsdrang durch sportliche Aktivitäten unbedingt ausleben. So wird das überschüssige Adrenalin abgebaut.
  • Auch die Ernährung hat einen nicht unerheblichen Einfluss und kann die Ausbildung einer Hyperaktivität begünstigen. So sollte die übermäßige Zufuhr von Phosphaten (z.B. in Wurstwaren und in industriell verarbeiteten Lebensmitteln), der Zuckerkonsum, der Genuss von Reizstoffen wie Cola, Kaffee und schwarzem Tee sowie der Verzehr von künstlichen Geschmacks-, Farb- und Aromastoffen stark eingeschränkt werden. Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien sollten unbedingt abgeklärt werden, da sie eine Hyperaktivität verschlimmern können.

Für weitere Informationen sprechen Sie mich gerne an!

 

Typische Symptome des Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS)

  • chronische Müdigkeit und Erschöpfung
  • Juckreiz, Hautrötungen, Hautausschläge, Nesselsucht (Urticaria), Sonnenallergie
  • Augenreizungen, verstopfte Nase, Niesen, Fließschnupfen
  • Asthma ähnliche Symptome wie Kurzatmigkeit, Atemnot, chronisches Räuspern und Hüsteln
  • Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchschmerzen und -krämpfe, Sodbrennen, Übelkeit
  • Muskel- und Gelenkschmerzen (Fibromyalgie)
  • Herzklopfen, vorübergehender schneller Puls (Tachykardie), Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, niedriger Blutdruck
  • Kopfschmerzen, brain fog (Gehirnnebel), Migräne, Missempfindungen, Kribbeln, Ameisenlaufen, Schlafstörungen
  • psychische Beschwerden wie Ängste, Depressionen, Unruhe, seelische Erschöpfung (Burn out)
  • Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme)
  • schmerzende und brennende Harnblase, Harndrang
  • Neigung zu Blutergüßen, schlechte Wundheilung

Die hier aufgezählten Symptome sind nicht vollständig. Des weiteren ist die Ausprägung von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Sie treten manchmal nur zeitweise auf, auch ist eine Kombination verschiedener Symptome möglich. Häufig jedoch tauchen sie im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme histaminreicher und/oder Histamin freisetzender Lebensmittel oder bei starkem Stress auf.

Auslöser des Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS)

Die Mastzellaktivität wird sehr stark durch unser Nervensystem bestimmt und dieses bekommen wir in die Wiege gelegt (individuelle Konstitution). Sehr sensible Menschen leiden viel häufiger an einem Mastzellaktivierungssyndrom. Kommt akuter Stress (körperlich oder seelisch bedingt) dazu, so wirkt er als Haupttrigger der Mastzellschübe. Zwischen den Schüben wird der Vagusnerv kompensatorisch so aktiv, daß er eine massive Erschöpfung auslösen kann. Lebensmittel, die viel Histamin oder auch hinstaminfreisetzende Substanzen (Histaminliberatoren) enthalten, können ebenfalls Auslöser des Mastzellaktivierungssyndroms sein. Hierzu zählen Alkohol (v.a. Rotwein aber auch Sekt und Champagner als Hinstaminliberatoren), geräucherte Wurst, Fisch und Fleischwaren, gereifter Käse, Tomaten, Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Sauerkraut. Mit zunehmender Reife, Verarbeitung und Haltbarmachung steigt der Histamingehalt der Lebensmittel. Auch ein Wiederaufwärmen v.a. von proteinreichen Lebensmitteln führt zu einem Anstieg. Auch wichtig zu wissen – Histamin kann nicht aus einem Lebensmittel entfernt werden, weder durch Kochen, noch durch Einfrieren. Medikamente wie z.B. Schmerzmittel (Aspirin, Ibuprofen) oder auch manche Antibiotika können ebenso wie Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln, wie z.B. Glutamat, zu einer Aktivierung der Mastzellen führen. Selten gibt es auch einen angeborenen Defekt, bei dem der Patient nur unzureichend das Enzym Diaminoxidase (DAO) bildet. Dies lässt sich durch eine einfache Untersuchung im Blut bestimmen. Ein Ungleichgewicht in der Darmflora (Darmdysbiose) zu Gunsten Histamin produzierender Bakterien kann ebenfalls einen Schub auslösen. Der Körper ist dann nicht mehr in der Lage, genügend Diaminoxidase (DAO) bereit zu stellen, um das zusätzlich gebildete Histamin zu neuralisieren. Eine Floraanalyse gibt Aufschluss über die Zusammensetzung der Darmbakterien. Auch lässt sich Histamin im Stuhl bestimmen.

Tipps zur Behandlung des Mastzellaktivierungssyndroms

  • Achten Sie auf Ihre Darmgesundheit und verzichten Sie auf Lebensmittel, die Ihre Darmflora schädigen (Zucker, Alkohol, Zusatzstoffe, verarbeitete Lebensmittel etc.)
  • Vermeiden Sie histaminreiche oder Histamin freisetzende Lebensmittel. Wärmen Sie gekochte Speisen, v.a. proteinreiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchte nicht auf.
  • Reduzieren Sie Giftstoffe und Allergene wie z.B. Chemikalien in Pflegeprodukten, Zusatzstoffe in Lebensmitteln, Histamin freisetzende Medikamente, Zigarettenrauch, Zahnfüllungen aus Amalgam, Schimmelsporen etc. in Ihrem täglichen Leben.
  • Sollten akute oder chronische Infektionen (z.B. EBV, Borrelien, Yersinien, Herpesviren aber auch chronische Zahnherde) vorliegen, so gilt es, diese zu therapieren um die Mastzellaktivität zu regulieren.
  • Stabilisieren Sie Ihre Mastzellen mit Vitamin C, Quercetin, Vitamin D und sekundären, antientzündlich wirkenden Pflanzenstoffen wie z.B. Curcuma oder Weihrauch.
  • Sorgen Sie für ausreichend Entspannung und Stressreduktion. Hier bieten sich Atemübungen, Yoga, Meditation, MBSR oder auch ein Spaziergang an der frischen Luft an.
  • Ein ausreichender und guter Schlaf sorgt für die nötige Regeneration bei einer überschießenden Mastzellaktivität. 

Aufgrund der vielen unspezifischen Symptome ist die Diagnose von MCAS sehr schwierig. Auch eine Bestimmung von Laborwerten ist häufig nicht so aussagekräftig, da die Mastzellen in Schüben ihre Botenstoffe ausschütten. Lassen Sie uns deshalb gemeinsam auf die Suche der Ursache Ihrer Beschwerden und einer effektiven Therapie gehen. Ich freue mich auf Ihren Besuch in meiner Praxis in Sulzbach/Ts. im Main-Taunus-Kreis (MTK)!