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Praxis für Gesundheit Sabine Korthals · Heilpraktikerin

Fachartikel

Osteoporose – tun Sie Ihren Knochen etwas Gutes

4 Minuten Lesezeit Sabine Korthals

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Osteoporose ist eine weit verbreitete Erkrankung des Knochens. Sie beginnt meist unbemerkt und führt durch den fortschreitenden Verlust der Knochensubstanz zu Brüchen und Bewegungseinschränkungen. Die Vorstufe der Osteoporose ist die Osteopenie. Diese ist gekennzeichnet durch eine Minderung der Knochendichte, welche sich durch eine DXA-Untersuchung (Knochendichtemessung) bestimmen lässt. Das Tückische an Osteoporose ist, dass sie zunächst ohne Beschwerden verläuft – eben bis ein Knochen bricht. Häufige treten Frakturen in den Hüften, der Wirbelsäule und den Handgelenken auf. Anzeichen einer nachlassenden Knochendichte können u.a. ein Größenverlust, ein unsicheres Gangbild und/oder Rückenschmerzen sein.

Ursachen und Risikofaktoren für die Entstehung einer Osteoporose

Mit den Wechseljahren verändert sich der Hormonspiegel bei Frauen. Der Körper produziert weniger Östrogen, das dem Knochenabbau entgegengewirkt hat. Auch Frauen, die sich einer Gebärmutter- oder Eierstockentfernung unterziehen mussten oder die nach einem Hormon bedingtem Brusttumor in die künstlichen Wechseljahre versetzt werden, leiden unter einem Östrogenmangel. Ein Mangel an Sexualhormonen kann ebenfalls bei Männern zu einer Osteoporose führen, wenngleich der Prozentsatz der erkrankten Frauen wesentlich höher liegt.

Bewegungsmangel

Wer sich viel bewegt und seine Knochen beansprucht signalisiert seinem Körper, dass Knochengewebe gebraucht wird. Bewegung wie beispielsweise Joggen, Trampolin springen und Tanzen fördert die Bildung der Osteoblasten, das sind die Knochenzellen, die Gewebe aufbauen. Menschen, die sich zu wenig bewegen laufen Gefahr, an einer Osteoporose zu erkranken.

Mangelernährung / Genußgifte

Ein Mangel an Vitamin D, Kalzium, Magnesium und Jod kann die Knochensubstanz beeinträchtigen. Dies betrifft schon Kinder, da die Knochen bis zum 30sten Lebensjahr aufgebaut werden. Vitamin D wird hauptsächlich über die Sonneneinstrahlung gebildet. Im Winter reicht die Sonneneinstrahlung in unseren Breiten für die Vitamin-D-Synthese nicht aus und es sollte daher ergänzt werden. Auch Menschen mit einer dunklen Hautfarbe leiden hier in Deutschland oft unter einem Vitamin-D-Mangel, selbst im Sommer. Der Vitamin-D-Spiegel lässt sich konstengünstig über eine Blutuntersuchung bestimmen und dann entsprechend verbessern.

Ein Zuviel an tierischem Eiweiß (Milch, Fleisch, Wurstwaren), Zucker, Säure bildenden Lebens- und Genußmittel wie Kaffee, Alkohol und Fertigprodukten wirken sich negativ auf den Säure-Basen-Haushalt und somit auf die Knochengesundheit aus. Ein Zuviel an Säure in unserem Körper wird durch Kalziumphosphat aus dem Knochen abgepuffert, somit verringert sich die Knochendichte.

Rauchen verdoppelt das Risiko, an einer Osteoporose zu erkranken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit geht viel Kalzium von dem mütterlichen Skelett auf das Baby über. Knochendichtemessungen belegen, dass während einer Schwangerschaft die Knochendichte in der Lendenwirbelsäule bis zu 5% abnehmen kann. Eine gute Mineralstoffversorgung ist deshalb immens wichtig. Selten können Frauen auch an einer Schwangerschaftsosteoporose erkranken. Sie tritt am Ende der Schwangerschaft beziehungsweise in den ersten Monaten nach der Geburt des Babys auf und geht mit deutlichen Schmerzen im Becken- und Hüftbereich einher.

Medikamente

Medikamente wie Kortikosteroide (Kortison), Antidepressiva, Säureblocker, Schilddrüsenhormone und Medikamente zur Hormonentzugstherapie bei bestimmten Krebsarten können den Knochenabbau beschleunigen. Diskutiert wird auch, ob die jahrelange Einnahme der Antibabypille die Knochengesundheit negativ beeinträchtigt.

Erkrankungen

Es gibt mehrere Erkrankungen, die Einfluss auf die Entstehung einer Osteoporose haben können. Dazu gehören:

  • Erkrankungen der Schilddrüse: Sowohl eine Überfunktion (Hyperthyreose) als auch eine Unterfunktion (Hypothyreose) der Schilddrüse können die Knochendichte beeinflussen. Eine Überproduktion von Schilddrüsenhormonen kann den Knochenabbau beschleunigen.
  • Zöliakie: Eine Glutenunverträglichkeit kann die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen, insbesondere die Aufnahme von Kalzium und Vitamin D, was zu einer verringerten Knochendichte führen kann.
  • Diabetes mellitus: Insbesondere Typ-1-Diabetes kann das Risiko für Osteoporose erhöhen, da er mit einer verringerten Knochendichte in Verbindung gebracht wird.
  • Krebs: Bestimmte Krebsarten und deren Behandlungen (z. B. Hormontherapien oder Chemotherapien) können das Risiko für Osteoporose erhöhen.
  • Magersucht und Anorexia nervosa
  • Chronische Nierenerkrankungen: Diese können den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel stören und zu einer verminderten Knochengesundheit führen.
  • Rheumatoide Arthritis: Diese entzündliche Erkrankung kann den Knochenabbau fördern und die Knochengesundheit beeinträchtigen, insbesondere durch die Anwendung von einer Kortisontherapie.

Fazit

Die Knochengesundheit ist immens wichtig, wollen wir doch alle bis ins hohe Alter möglichst beweglich und mobil bleiben. Auch wenn es Risikofaktoren gibt, die der Mensch nicht beeinflussen kann, so kann er doch mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender Bewegung sehr viel Gutes für seine Knochengesundheit tun. Eine optimale Vitamin-D-Versorgung wäre schon mal ein Anfang; der Wert lässt sich einfach ermitteln und die Substitution ist kostengünstig. Gerne übernehme ich die entsprechenden Laboruntersuchungen und berate Sie bezüglich Ihrer Ernährung und Ihres Lebensstils, damit Sie einer Osteoporose vorbeugen können.

 

 

 

 

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